für HobbygärtnerInnen

Goldgelbe Vergilbung der Rebe

Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFDp)

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Goldgelbe Vergilbung der Rebe

Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFDp)

Wie erkenne ich es?

  • in der Europäischen Union als Quarantänekrankheit gelistet - daher jeden Verdacht beim zuständigen Pflanzenschutzdienst melden!
  • an fast allen Organen der Rebe können krankhafte Veränderungen auftreten
  • Gescheine (Blütenstände) und Beeren vertrocknen
  • Abstoßen von Blüten und Beeren (Verrieselungen)
  • Nekrosen
  • schlechter Fruchtansatz
  • schlechte Reifung der Beeren und Bittertöne mindern die Qualität der Ernte
  • frühzeitige Herbstfärbung im Sommer
  • Farbveränderungen am ganzen Blatt oder Teile davon
  • Vergilbung der Blätter bei Weißweinsorten, leuchtende Rotfärbung bei Rotweinsorten
  • Blätter werden brüchig mit metallischem Glanz
  • Blätter rollen sich nach unten ein, Ausprägung des Einrollens unterschiedlich je nach Sorte
  • verkürzte Internodien und dachziegelförmig angeordnete Blätter
  • jüngere Blätter dachziegelartig am Trieb angeordnet
  • Triebe verholzen schlecht bis gar nicht, dadurch vermehrt Frostschäden
  • unverholzte Triebe gummiartig elastisch, nach unten hängend

Wie entwickelt es sich?

  • Die Amerikanische Rebzikade ist Hauptüberträger der Phytoplasmen, die sie durch ihre Saugtätigkeit von Weinrebe zu Weinrebe weiter überträgt
  • Phytoplasmen wandern im Phloem (Siebröhren der Leitungsbahnen der Pflanze)
  • Inkubationszeit: mehrere Wochen bis Monate
  • Symptome oft erst im Folgejahr sichtbar
  • weitere Überträger: Orientzikade
  • Weiterverbreitung auch durch latent infiziertes Pflanzmaterial möglich. Die Hauptwirtspflanzen sind Weinreben. Der Erreger wurde  auch in Wildpflanzen wie z.B. der Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) oder dem Götterbaum (Ailanthus altissima) gefunden.

Was kann ich vorbeugend tun?

  • Regelmäßige Kontrolle und Bekämpfung der Amerikanischen Rebzikade. Zeitraum von Mai bis Juli - besonders Weinlauben oder unbewirtschaftete Weingärten oder Weinstöcke und Pflanzen in unmittelbarer Nachbarschaft - dort können sich die Zikaden ungestört vermehren und somit auch die Goldgelbe Vergilbung in umliegende Weingärten übertragen.
  • Anfang Juli bis Ende Oktober Klebefallen (Gelbtafeln) zum Wegfangen der Rebzikaden anbringen (zwei Gelbtafeln pro Einzelstock bzw. eine Gelbtafel pro Laufmeter Hecke)  
  • Verwendung von Pflanzmaterial (Edelreiser und Unterlagen) aus Gebieten, in denen Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFD) nicht auftritt; ODER von verdelten Reben, bei der seit Beginn der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode keine Symptome auftraten; ODER wenn per Heisswasser wirksam behandelt wurde

Was kann ich direkt tun?

  • keine direkte Bekämpfung möglich
  • verdächtige Stöcke mit farbigem Band oder Spray kennzeichnen
  • Foto- und Standortdokumentation anfertigen
  • meldepflichtig - daher amtlichen Pflanzenschutzdienst informieren und Anordnungen umsetzen
  • befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden
  • Hauptüberträger (= die Amerikanische Rebzikade) bekämpfen

"Natur im Garten" Telefon - Tipp

  • aufgrund des Einrollens der Blätter kann es zur Verwechslung kommen mit der Blattrollkrankheit (einer Viruserkrankung)
  • Abgrenzung möglich durch die Farbe der Blattadern; bei Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFDp): gelbe Blattadern;  bei der Blattrollkranheit: grüne Blattadern
  • visuelle Unterscheidung zu Schwarzholzkrankheit Stolbur nicht möglich, nur per Laboranalyse

Wie erkenne ich es?

  • in der Europäischen Union als Quarantänekrankheit gelistet - daher jeden Verdacht beim zuständigen Pflanzenschutzdienst melden!
  • an fast allen Organen der Rebe können krankhafte Veränderungen auftreten
  • Gescheine (Blütenstände) und Beeren vertrocknen
  • Abstoßen von Blüten und Beeren (Verrieselungen)
  • Nekrosen
  • schlechter Fruchtansatz
  • schlechte Reifung der Beeren und Bittertöne mindern die Qualität der Ernte
  • frühzeitige Herbstfärbung im Sommer
  • Farbveränderungen am ganzen Blatt oder Teile davon
  • Vergilbung der Blätter bei Weißweinsorten, leuchtende Rotfärbung bei Rotweinsorten
  • Blätter werden brüchig mit metallischem Glanz
  • Blätter rollen sich nach unten ein, Ausprägung des Einrollens unterschiedlich je nach Sorte
  • verkürzte Internodien und dachziegelförmig angeordnete Blätter
  • jüngere Blätter dachziegelartig am Trieb angeordnet
  • Triebe verholzen schlecht bis gar nicht, dadurch vermehrt Frostschäden
  • unverholzte Triebe gummiartig elastisch, nach unten hängend

Wie entwickelt es sich?

  • Die Amerikanische Rebzikade ist Hauptüberträger der Phytoplasmen, die sie durch ihre Saugtätigkeit von Weinrebe zu Weinrebe weiter überträgt
  • Phytoplasmen wandern im Phloem (Siebröhren der Leitungsbahnen der Pflanze)
  • Inkubationszeit: mehrere Wochen bis Monate
  • Symptome oft erst im Folgejahr sichtbar
  • weitere Überträger: Orientzikade
  • Weiterverbreitung auch durch latent infiziertes Pflanzmaterial möglich. Die Hauptwirtspflanzen sind Weinreben. Der Erreger wurde  auch in Wildpflanzen wie z.B. der Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) oder dem Götterbaum (Ailanthus altissima) gefunden.

Was kann ich vorbeugend tun?

  • Regelmäßige Kontrolle und Bekämpfung der Amerikanischen Rebzikade. Zeitraum von Mai bis Juli - besonders Weinlauben oder unbewirtschaftete Weingärten oder Weinstöcke und Pflanzen in unmittelbarer Nachbarschaft - dort können sich die Zikaden ungestört vermehren und somit auch die Goldgelbe Vergilbung in umliegende Weingärten übertragen.
  • Anfang Juli bis Ende Oktober Klebefallen (Gelbtafeln) zum Wegfangen der Rebzikaden anbringen (zwei Gelbtafeln pro Einzelstock bzw. eine Gelbtafel pro Laufmeter Hecke)  
  • Verwendung von Pflanzmaterial (Edelreiser und Unterlagen) aus Gebieten, in denen Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFD) nicht auftritt; ODER von verdelten Reben, bei der seit Beginn der letzten abgeschlossenen Vegetationsperiode keine Symptome auftraten; ODER wenn per Heisswasser wirksam behandelt wurde

Was kann ich direkt tun?

  • keine direkte Bekämpfung möglich
  • verdächtige Stöcke mit farbigem Band oder Spray kennzeichnen
  • Foto- und Standortdokumentation anfertigen
  • meldepflichtig - daher amtlichen Pflanzenschutzdienst informieren und Anordnungen umsetzen
  • befallenen Pflanzen müssen vernichtet werden
  • Hauptüberträger (= die Amerikanische Rebzikade) bekämpfen

"Natur im Garten" Telefon - Tipp

  • aufgrund des Einrollens der Blätter kann es zur Verwechslung kommen mit der Blattrollkrankheit (einer Viruserkrankung)
  • Abgrenzung möglich durch die Farbe der Blattadern; bei Grapevine flavescence dorée phytoplasma (GFDp): gelbe Blattadern;  bei der Blattrollkranheit: grüne Blattadern
  • visuelle Unterscheidung zu Schwarzholzkrankheit Stolbur nicht möglich, nur per Laboranalyse

Haben Sie weitere Fragen?

Rufen Sie am "Natur im Garten" Telefon + 43 (0)2742/74 333 an: Mo, Di, Do, Fr von 8:00 bis 15:00 Uhr und Mi von 9:00 bis 15:00 Uhr

Oder schreiben Sie uns ein E-Mail: gartentelefon@naturimgarten.at

Hier bekommen Sie eine umfassende ökologische Beratung – weit über eine reine Symptombehandlung hinaus. Die Expertinnen und Experten vom „Natur im Garten“ Telefon suchen die Hintergründe und Ursachen von Gartenproblemen und informieren über die verschiedenen Gartenthemen.

Die „Natur im Garten“ Bildungsangebote

Unser Angebot reicht von Vorträgen, Seminaren und Webinaren bis hin zu Lehrgängen und Fachtagen. In den praxisorientierten Veranstaltungen werden wichtige Themen des ökologischen Gärtnerns behandelt, sowie Tipps und Tricks vermittelt. Nutzen Sie den Erfahrungsschatz unserer Referentinnen und Referenten.

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Die Gartenplakette ist eine Auszeichnung für Naturgärtnerinnen und Naturgärtner, die ihr Fleckchen Erde nach den Kriterien der Aktion „Natur im Garten“ hegen und pflegen. Die „Natur im Garten“ Plakette wird im Rahmen einer Gartenbesichtigung um einen geringen Kostenbeitrag verliehen. Anmeldung beim "Natur im Garten" Telefon.

Das „Natur im Garten“ Telefon

Das „Natur im Garten“ Telefon ist die erste Anlaufstelle für Ihre Gartenfragen und Fragen zu „Natur im Garten“: Hier bekommen Sie eine umfassend ökologische Beratung – weit über eine reine Symptombehandlung hinaus. Eine Diagnose und Beurteilung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen über Fotos oder Pflanzenmaterial wird durchgeführt. Die Expertinnen und Experten vom „Natur im Garten“ Telefon suchen die Hintergründe und Ursachen von Gartenproblemen und informieren über die verschiedenen Gartenthemen.

Weitere Informationen und ökologische Beratung erhalten Sie beim "Natur im Garten" Telefon unter: +43 (0) 2742/74 333 und gartentelefon@naturimgarten.at

Gemeinsam für ein gesundes Morgen.